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Alles zum Thema Barcode und seine Merkmale

Das englische Wort für Balken ist "bar". Daher werden Strichcodes im allgemeinen als Barcode bezeichnet, weil dieser eben aus Balken und Lücken besteht. Dadurch ist es optoelektronischen Geräten möglich diese Schrift maschinell zu lesen.

Die automatische (maschinelle) Barcodeerfassung kann mit einfachen Barcodelesestiften, Handscannern, fix montierten Barcodescannern oder Kameras durchgeführt werden. Die derzeit gängigste Form sind Barcode-Handscsanner welche per Kabel (RS232, PS2, USB, undekodiert) oder mobil eingesetzt werden können.

Um den Barcode für verschiedene Anwendungen sinnvoll nutzen zu können, gibt es verschiedene Typen die jeweils nach einer individuellen Norm aufgebaut sind. Diese Normen beschreiben z.B. Balkenbreite, Breitenverhältnis, Start- und Stoppzeichen, Leserichtung, usw.

Zur Zeit werden Barcodetypen hauptsächlich als 1-D- (eindimensional) und 2-D-Code (zweidimensional) eingereiht und unterschieden, wobei 1-D-Codes immer noch am meisten verbreitet sind.

2-D-Codes können als gestapelte 1-D-Codes oder als Flächencode (Matrix) dargestellt werden. Wichtig ist auch, dass so genannte Ruhezonen eingehalten werden. Das sind freie Felder außerhalb des Barcodes die eine einwandfreie Dekodierung des Codes ermöglichen.

Je nach Anwendung werden die Strichcodes mit konventionellen Druckverfahren (wie Offset, Flexo- oder Tiefdruck) oder nach Bedarf (unter anderem Laser-, Thermodirekt-, Thermotransfer-, Tintenstrahldruck) hergestellt. Nadel-Matrixdrucker sind aufgrund ihres Druckbildes eher schlecht geeignet, weil ihre Ausdrucke die erforderlichen Standards zum Lesen oft nicht einhalten können.

Die Druckqualität von linearem Strichcode ist in der Norm ISO/IEC 15416 definiert.
Die Druckqualität von 2-D-Strichcodes ist in der Norm ISO/IEC 15415 definiert. Datenstrukturen (unter anderem EAN 128) sind in der ISO/IEC 15418 (beziehungsweise in der referenzierten ANS MH10.8.2) festgelegt.

Damit Barcodes auch manuell gelesen werden können, wird meist der Dateninhalt des Barcodes zusätzlich als Klartext mitgeführt. Dies ist vor allem dann von Vorteil, wenn Barcodes nicht maschinell erfasst werden können.

Bekannte Arten von Barcodetypen

Man unterscheidet zwischen

  • 1-D-Strichcodes (Handelsbarcodes: EAN (European Article Number), UPC, IAN, JAN, 2/5 Familie (Interleave 2 aus 5), Code39, Code 93, Code128) und
  • 2-D-Codes (gestapelte Codes: Codablock, PDF417, Matrix-Codes: QR-Code, DataMatrix, MaxiCode, Aztec Code, Dotcode/Punktcode).

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Was tun, wenn der Barcode nicht lesbar ist?

Tipps und Tricks ... hier

neuer Strichcode GS1 Databar ab 2010

Der 01. Jänner 2010 ist das weltweite Startdatum der von vielen Anwendern geforderten neuen GS1 DataBar Strichcodes, welche ergänzend zur Warenauszeichnung zur Verfügung stehen werden.

Dieser Barcode wurde unter dem Namen RSS - Reduced Space Symbologie entwickelt und vorgestellt. Der Name GS1 DataBar wurde offiziell am 12. Februar 2007 eingeführt. Der GS1 DataBar kann

  • bei geringerem Platzbedarf die gleiche Information wie EAN/UPC Barcodes darstellen.
  • relevante Zusatzinformationen wie Preis, Gewicht, Charge etc. bei annähernd gleichem Platzbedarf verschlüsseln.

Ab 01.01.2010 sind AI‘s (Application Identifiers) am POS freigegeben.

  • Für Zusatzinformationen im Strichcode, die über die Produktidentifikation hinausgehen (Frische, Coupons..), werden jeweils eine Anwendungsempfehlung und ein Freigabedatum erarbeitet.
  • EAN-13 und EAN-8 Strichcodes sind weiter zu verwenden und werden durch GS1 DataBar (RSS) ERGÄNZT.
  • Einsatz von GS1 DataBar ist nicht nur auf Endverbrauchereinheiten sondern auch für höhere Verpackungsstufen (Überkarton) möglich.
  • Daher nicht nur am POS (Kassa) sondern auch bei vorgelagerten Prozessen (Warenein-Ausgang, Lager, Kommissionierung, Inventur….) verwendbar.

Der GS1 DataBar ermöglich eine Reihe von Zusatzinformationen abzubilden:

  • Datumsinformationen
  • Chargennummern
  • Seriennummern
  • Preis/Gewicht
  • ……

Die Verwendung und Einsatz von Zusatzinformationen wird in Empfehlungen von GS1 geregelt.

Zur Zeit in Vorbereitung:

  • Frische und gewichtsvariable Artikel (global)
  • Coupons (USA)

Der Großteil der am Markt angebotenen Lesegeräte wie Scanner oder mobile Datenerfassungsgeräte können mit den GS1 DataBar Strichcodes umgehen. Die Funktion muss aber oft erst freigeschaltet werden bzw. ist bei älteren Geräten ein Upgrade möglich. ACHTUNG: Scanner müssen möglicherweise getauscht werden, d.h. Investitionen können nötig sein! Software muss zur Verarbeitung der GS1 DataBar Strichcodes angepasst werden (Schnittstellen, Datenbanken…).

Empfehlungsliste der Scanner-Hersteller von GS1 DataBar-fähigen Scanner:

GS1 Databar Ready Scanner Datalogic

GS1 Databar Ready Honeywell bzw. Hand Held Products (HHP)

GS1 Databar Ready Scanner Metrologic

GS1 Databar Ready Scanner Motorola

 

Übersichtsprospekt zu GS1 Databar

GS1 Databar Broschüre

2-D-Barcodes

Diese Barcodes kodieren Informationen auch senkrecht zur Hauptausrichtung. Dabei sind echte Array-Codes (QR Code, DataMatrix, Aztec Code) von gestapelten Codes (PDF417, Codablock) zu unterscheiden.

    • Gestapelte Barcode
      Codablock: Codablock lässt sich am anschaulichsten mit einem Zeilenumbruch eines Texteditors vergleichen. Sobald eine Zeile voll ist, wird die nächste umgebrochen, wobei jeder Zeile die Zeilennummer und dem fertigen Block die Anzahl der Zeilen eingefügt wird. Am Ende folgt eine Prüfsumme. Dieser Code wurde als gestapelte Variante zu den Standard-Strichcodes Code39 und Code128 entwickelt.
      PDF417: Im Unterschied zu anderen gestapelten Barcodes wie z.B. Codablock, Code 16k oder Code49 erfordert er keine vollständige Zeilenkongruenz. Maximal 2000 Zeichen können in einem PDF417 gespeichert werden. Der PDF417 ist kein echter Matrix-Code wie der DataMatrix-Code. Es gibt einstellbare Fehlerkorrekturstufen (0 - 9). In Bezug auf Dateninhalt im Verhältnis zur Größe schneidet der PDF417 im Vergleich zu DataMatrix sehr schlecht ab. Sinnvoll (wenn auch nicht besonders effizient) ist der Einsatz im Zusammenhang mit Barcodescannern, die keine Matrixsymbologien erfassen können. Sobald Kamerasysteme als Scanner verwendet werden, sind echte Matrix-Codes das Mittel der Wahl. Der PDF417 wurde ursprünglich von der Firma Symbol Technologies entwickelt. Inzwischen ist der PDF417 auch in einer ISO/IEC Norm spezifiziert.
    • Matrix-Codes:
      Echte Matrix-Codes konnten bisher nur mit CCD-Kamerascannern gelesen werden. Die Ausrichtung im CCD-Bild spielt praktisch keine Rolle, so dass die Lesung omnidirektional möglich ist. Inzwischen haben jedoch einige Scannerhersteller Laserscanner entwickelt, die eine automatische x/y-Abtastung vornehmen und aus den gewonnenen Daten ein Bild erzeugen. Damit lassen sich Matrix-Codes auch mit Laserscannern erfassen. Diese haben etwas günstigere optische Eigenschaften als Kameras und können deshalb vorteilhaft in der Anwendung sein.
      QR-Code: QR Code ist ein in Japan sehr verbreiteter 2-D-Strichcode, den fast jedes japanische Mobiltelefon entziffern kann. Der QR-Code wurde von Denso (Japan) entwickelt. Er ist quadratisch und anhand seiner Suchhilfen, ineinander geschachtelten hellen und dunklen Quadrate in drei Ecken, leicht zu erkennen. Die Symbolelemente sind Quadrate, von denen sich mindestens 21×21 und maximal 177×177 Elemente im Symbol befinden. Es existieren 4 Fehlerkorrektur-Levels, die eine Rekonstruktion des beschädigten Codes von 7 % (Level L) bis zu 30 % (Level H) zulassen. Es können je Code bis zu 7089 Ziffern, 4296 alphanumerische Zeichen oder 1817 japanische Schriftzeichen (Kanji/Katakana) codiert werden. Größere Inhalte können auf bis zu 16 einzelne Codes aufgeteilt werden.
      DataMatrix-Code: Beim DataMatrix verdoppelt die Reed-Solomon-Fehlerkorrektur die Daten, wodurch ca. 25 % des Codes zerstört werden können ohne die Dekodierung zu gefährden. Der Code ist in der internationalen Norm ISO/IEC 16022 definiert. Diese 2-D-Codeart gewinnt zur Zeit stark an Bedeutung. Beispiele sind die elektronische Briefmarke (STAMPIT), der 2-D-Pharmacode, Teilekennzeichnungen in Luft- und Raumfahrtindustrie und in der Medizintechnik. Von EAN International ist diese Codeart kürzlich für EAN-Anwendungen zugelassen worden.
      MaxiCode: Dieser wurde bei UPS zur schnellen Identifizierung, Verfolgung und Sortierung von Paketen entwickelt. Er enthält die UPS-Kontrollnummer, das Gewicht, die Serviceart der Sendung und die Adressangaben.
      AztecCode: Er ist eine eigenständige 2-D-Codeart. Die Deutsche Bahn und die Schweizerischen Bundesbahnen verwenden diesen 2-D-Barcode (Aztec) auf ihren Online-Tickets bzw. Mobile-Tickets (MMS) der DB. Des Weiteren verwendet auch die US-Regierung diesen Code zum Speichern der biometrischen Daten bei der Ein- und Ausreise (US-VISIT Programm).
      Dotcode/Punktcode: Dotcodes sind zweidimensionale optische Codierungen mit hoher Informationsdichte und guter Lesesicherheit. Das Hauptanwendungsgebiet ist die Kennzeichnung von verschiedensten Materialien mit spezifischen Drucktechniken, insbesondere Präge- und Gravurtechniken. Ferner kann der Code sogar mit Bohrtechniken erstellt werden. Anwendungen: z. B. bei der Markierung von Achsen auf der Stirnseite. Der Dotcode ist ein proprietäres Codierverfahren und ist nicht genormt (DIN oder ISO/IEC). Der Code selbst ist ohne Fehlererkennung und ohne Fehlerkorrektur. Beispiele für echte Dotcodes sind der Dot Code A oder der Snowflake Code. Der DataMatrix Code gemäß ISO/IEC 16022 ist kein Dot Code. Es gibt aber Anwendungen und Beschriftungsverfahren, die in sogenannten DPM (Direct Part Marking) Verfahren (z. B. Dot Peening) auch mit DataMatrix Codes arbeiten. Die einzelnen Module dieser Dot-Codes, basierend auf Datamatrix, sind nicht mehr quadratisch und zusammenhängend sondern rund und separiert. In industriellen Anwendungen zur Teilekennzeichnung ist dies inzwischen eine häufige Anwendung, die die echten Dot-Codes verdrängt oder gar nicht erst zum Zuge kommen lässt. Eigenschaften: Kompakter Code. Flexibilität in der Anpassung von Informationen auf einer gegebenen Fläche. Er ist omnidirektional lesbar.

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1-D-Strichcodes

  • Handelsbarcodes:

    Zeichenvorrat 0 - 9
    Feste Längen:
    - EAN-13 hat 13 Stellen, davon eine Prüfziffer
    - EAN-8 hat 8 Stellen, davon eine Prüfziffer
    - UPC-A hat 12 Stellen, davon eine Prüfziffer
    - UPC-B, -C, -D sind zwar normiert, aber ohne praktische Bedeutung
    - UPC-E definiert die Komprimierung von 11 Nutzziffern (wie UPC-A) in einen 8-stelligen
    Barcode, wenn die Nutzziffern bestimmte Folgen von Nullen enthalten.
    - IAN (International article numbering) Barcode ist identisch mit EAN, der Inhalt mit EAN abgestimmt.
    - JAN (Japanese article numbering) ebenso.

  • 2/5 Familie (Interleave 2 aus 5):

    Zeichenvorrat 0 - 9
    Er ist aber nur mit gerader Ziffernanzahl verwendbar. Er sollte immer mit Prüfziffer verwendet werden. Er hat eine hohe Informationsdichte, das heißt, auf kleinem Raum können viele Ziffern untergebracht werden. Die Konstruktion des Codes verzahnt Balken und Lücken so, dass die Balken ein Zeichen ergeben sowie die dazwischen liegenden Lücken ein weiteres Zeichen ergeben. Das erzwingt die geradzahlige Ziffernanzahl und liefert die hohe Informationsdichte. In der Praxis kann es passieren, dass der Code nur zu einem Teil gelesen wird, weil ein Teil des Codes verdeckt, nicht sichtbar oder verzerrt ist. Diese Problematik kann eine eingestellte Prüfziffer nur abschwächen. Darum sollte man den Interleaved Code nur mit einer definierten Stellenlänge verwenden

  • Code 39:

    Der Code 39 ist ein alphanumerischer Code. Er ist weit verbreitet in der Industrie. Beispielsweise in der Automobil- oder in der Pharmaindustrie wird er häufig eingesetzt, da er wegen seiner großen Drucktoleranzen einfach herzustellen ist. Bei dieser Codeart entspricht ein Zeichen Klarschrift einem Zeichen Barcode. Start- und Stoppzeichen werden jeweils durch ein * dargestellt. Der Code 39 ist in der ISO/IEC 16388 spezifiziert.

  • Code 93:

    Zeichenvorrat A-Z, 0-9, einige Sonderzeichen
    Der Code 93 ist als Weiterentwicklung aus dem Code 39 entstanden. Der Codeaufbau ähnelt allerdings mehr dem Code128. Der Code 93 erreicht bei alphanumerischer Codierung die höchste Zeichendichte bei linearen Strichcodes. Norm: ANSI/AIM BC5 1995

  • Code 128:

    Der Code 128 ist ein verschachtelter Code, in dem Striche und Lücken signifikante Information tragen. Dazu werden sowohl die Strichbreiten wie die Breite der Lücken variiert. Es können bei einer gleichzeitig hohen Informationsdichte alle Zeichen zwischen ASCII 0 bis ASCII 127 dargestellt werden. Es werden dabei gleiche Symbole für mehrere Zeichen gleichzeitig verwendet, diese werden aber durch Umschaltzeichen am Anfang des Codes oder vor einem Block dargestellt (Zeichensatz A, B und C). Der EAN128 ist eigentlich kein Barcode, sondern eine Datenstruktur für die Logistik, die als Transportmedium (physical layer) den Code128 definiert. Das Sonderzeichen FNC1 nach dem Startzeichen definiert eindeutig den EAN128. Durch die Umbenennung der EAN-Organisationen in GS1 (Global Standards 1) wird der EAN128 jetzt auch als GS1 128 bezeichnet. Inzwischen wird die EAN128-Datenstruktur auch mit anderen Codearten verwendet (RSS, DataMatrix). Norm Code128: ISO/IEC 15417 EAN128-Datenstruktur und Größenrestriktionen sind in den GS1 General Specifications definiert.

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